Themenwoche: Wie wählt man die richtigen Rollski aus?
Rollski ist das sportartspezifischste Training in der Off-Season, um dein Winterziel auf dem einfachsten und schnellsten Weg zu erreichen. Doch wie findet man als Anfänger die richtige Ausrüstung? Wir haben mit Patrik Nilsson vom Rullskidcenter gesprochen, um dir bei der Auswahl deiner optimalen Rollski zu helfen.
Wir sind im Sommermonat Juni angekommen. Und für diejenigen, die sich für den kommenden Winter in Vasagatan in Mora oder bei einem anderen Langstreckenrennen in Schweden oder weltweit große Ziele gesetzt haben, bleibt noch genügend Zeit zur Vorbereitung.
In den kommenden Wochen ProXCskiing.com Ich werde in die Welt des Rollski-Sports eintauchen. Welche Ausrüstung brauche ich, wie soll ich trainieren, an welchen Wettkämpfen soll ich teilnehmen und nicht zuletzt, welche Rollski soll ich kaufen?
Rollski ist die sportartspezifischste Trainingsform, aber was bestimmt die Wahl Ihrer Rollski (in diesem Artikel hauptsächlich klassische Rollski)?
„Bevor man sich für bestimmte Ski entscheidet, sollte man meiner Meinung nach kurz analysieren, wo man hauptsächlich trainiert. Auf einer Rollskibahn mit schnellen Kurven und exzellentem Asphalt ist ein bestimmter Skityp gut geeignet. Fährt man hingegen auf einer Schotterstraße, vier Kilometer bis zur nächsten Kreuzung, ist ein anderer Skityp die bessere Wahl“, so Patrik Nilsson vom Rullskidcenter.
Worin bestehen die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Rollski-Modellen?
„Man zahlt extra für Komfort. Je teurer der Ski, desto besser das Material von Rollen und Rahmen. Die günstigsten Ski mit stumpferen Rahmen und härteren Rollen funktionieren meiner Meinung nach auf Rollski-Bahnen mit feinem Asphalt. Fährt man aber längere Trainingseinheiten auf normalen Straßen, ist das ein bisschen wie „Inline-Ski auf schlechtem Asphalt“. Es wird wackelig. Ein teurerer Rahmen aus Carbon oder Holz ist viel weicher und vermittelt ein besseres Fahrgefühl. Außerdem dämpfen weichere Rollen die Vibrationen besser“, sagt Nilsson und fährt fort:
„Dann würde ich sagen, dass es keine astronomischen Preisunterschiede gibt. Wenn man weiß, dass man viele lange Trainingsstunden absolvieren wird, entspricht der Preisunterschied in etwa dem Unterschied zwischen einem günstigeren und einem teureren Ski – ungefähr den Kosten für ein paar zusätzliche Einkäufe im Supermarkt.“ store"
Muss man bei der Wahl eines Rollskis schon wissen, ob man den Vasaloppet mit zwei Stöcken fahren möchte oder ob man beim Skifahren auch die Beine einsetzen sollte?
„Beim Rollski-Training wird heutzutage üblicherweise mit Doppelstockeinsatz gearbeitet. Es gibt aber auch Rollski, die etwa fünf Zentimeter länger sind. Ein langer Rollski mit langsameren Rollen fährt sich eher wie Ski. Damit lassen sich Doppelstockeinsatz und Diagonalschritte kombinieren. Durch die weiter hinten liegende Bindung hat man außerdem mehr Ski vor sich, wodurch die Rollen besser auf der Fahrbahn aufliegen und die Steuerung bei Diagonalschritten einfacher wird. Fährt man hingegen auf einer Rollski-Bahn, ist ein kürzerer Ski mit abgerundeten Rollen deutlich besser geeignet, um die technischen Kurven optimal zu meistern.“
Spielt die Größe der Räder eine Rolle?
„Ich würde sagen, es kommt sehr darauf an, wo man wohnt. In Stockholm werden während der rutschigen Jahreszeit oft große Steine weggestreut, was das Rollskifahren erschwert. In Skåne hingegen wird im Winter Sand verwendet, sodass man das ganze Jahr über Rollski fahren kann. Kleinere Rollen sind zwar leichter, aber empfindlicher gegenüber Steinen. Größere Rollen sind fehlerverzeihender. Wer also einen Großteil des Jahres fahren möchte, dem würde ich größere Rollen (etwa 70 mm Durchmesser) empfehlen.“
Beim Skifahren bestimmen die Person auf den Skiern, die aktuellen Schneeverhältnisse (und natürlich das Wachsen) die Geschwindigkeit. Bei Rollski kann man die Rollgeschwindigkeit bereits im Geschäft einstellen. Es gibt einen Unterschied zwischen den „Wettkampfrollen“ mit Widerstand 1 und den schwereren Rollen mit Widerstand 4.
„Heutzutage nutzen viele Vereine im Training und bei Qualifikationsrennen zwei Rollwiderstandsstufen. Die meisten nutzen Rollski aber im Winter, um ihre Skitechnik zu verbessern. Da würde ich sagen, dass drei Rollwiderstandsstufen ein sehr gutes Training darstellen. Ich sage immer, dass man überrascht sein kann, wenn man mit drei Rollwiderstandsstufen auf Schnee fährt. Im Schnee ist man aber meist genauso schnell oder sogar langsamer. Wer viel Ski fährt, dem empfehle ich zwei Paar Rollski mit unterschiedlichem Rollwiderstand, damit sich der Körper nicht nur an eine Stufe gewöhnt.“
Sollte ich einen Rollski mit Bremse haben?
„Ich würde sagen, der Leser Ihrer Seite ist so gut, dass er keine Bremse braucht (lacht). Ehrlich gesagt, ist die Bremse im Stadtverkehr gut, aber nicht für lange Abfahrten geeignet. Wenn Sie ein absoluter Anfänger sind, sollten Sie auf ebener Strecke beginnen und dort das Bremsen auf die „normale“ Art lernen.“
Morgen beschäftigen wir uns mit den anderen Ausrüstungsgegenständen, die du zum Rollskifahren benötigst. Welche Schuhe soll ich tragen und wie lang sollten die Stöcke sein? Auf diese beiden Fragen erhalten Sie Antworten!
In den kommenden Tagen wird die Themenwoche rund um Rollski hier auf ProXCskiing.com fortgesetzt.











