„Jetzt habe ich, was ich wollte.“
Sie beendete ihre Karriere auf dem Höhepunkt mit nur 24 Jahren und schockierte damit viele. Doch nun hat der ehemalige Langlaufstar gefunden, wonach sie sich sehnte.
Das Leben der 25-Jährigen aus Vestfossen ist in bester Ordnung. Ihre Leidenschaft gilt nun dem beliebten Sport Hyrox. Nicht ihr Körper, sondern ihr Herz gab Helene Marie Fossesholm den Ausstieg.
„Der Spitzensport war viele Jahre lang ein Traum. Aber jetzt wünsche ich mir ein normales Leben.“ Sie sagte das und schockierte damit die meisten Menschen.
Jetzt dreht sich das Leben um ein anspruchsvolles Medizinstudium und Hyrox, neben einem normalen Leben ohne den Druck von Nationalmannschaften oder Medien.
„Jetzt führe ich ein ganz normales Leben.“ erzählt Helene Marie Fossesholm Drammens Tidende.
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Vom Virus gebissen
In einem Interview mit der Lokalzeitung erzählt Fossesholm, dass sie dem Hyrox-Sport völlig verfallen ist. Kürzlich nahm sie an den Weltmeisterschaften teil und stellte eine persönliche Bestzeit auf, indem sie ihre Zeit im Einzel um vier Minuten verbesserte. Eine Zeit von 1:02:26 ist in dieser Disziplin beeindruckend.
„Es hat so viel Spaß gemacht, und war nicht zuletzt schmerzhaft.“ erzählt sie DT.
Der Wunsch, Kraft und Laufen zu kombinieren, ist nach wie vor vorhanden.
„Ich mochte es noch nie, einfach nur dazustehen und Gewichte zu stemmen. Jetzt trainiere ich Kraft und Ausdauer. Es ist anstrengend, und genau das macht mir Spaß. Ich trainiere am liebsten im roten Bereich.“ lacht sie.
Helene Marie Fossesholm war schon immer sehr sportlich. Neben ihrer Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften und ihrer Zugehörigkeit zur norwegischen Nationalmannschaft im Skilanglauf zählt sie seit vielen Jahren zu Norwegens besten Mountainbikerinnen.
Herausfordernde Studien
Die 25-Jährige aus Vestfossen liebt Herausforderungen. Ein langweiliges Leben ohne Action ist nichts für sie. Doch manchmal muss sie einen Gang zurückschalten, denn ihr großes Ziel lässt sich nicht nebenbei erreichen.
Helene Marie Fossesholm ist derzeit mitten in einem anspruchsvollen Medizinstudium, das sie in Vollzeit absolviert.
„Ich habe einen ausgeprägten Wettkampfinstinkt. Ich kann einfach nichts dagegen tun, aber jetzt ist mein Leben wie das aller anderen. Ich trainiere jetzt danach, worauf ich gerade Lust habe. Mal gehe ich laufen, mal fahre ich Rad oder gehe Rollski. Genau das wollte ich.“ erklärt sie.
Der Großteil ihres Trainings findet in Hyrox statt, wo die Intensität oft sehr hoch ist.
Verlockender als Laufen.
Sie gibt gegenüber DT zu, dass Hyrox sie mehr reizt als Laufen, das in den letzten Jahren ebenfalls an Popularität gewonnen hat. Ihr erster Wettkampf fand kurz vor Weihnachten statt und weckte in ihr den Wunsch nach mehr.
„Ich habe etwas entdeckt, was ich vorher noch nie gemacht hatte: Man kann mit Freunden einen Wochenendausflug in eine Großstadt unternehmen, um an Wettkämpfen teilzunehmen, Sehenswürdigkeiten zu besichtigen und abends auszugehen. Das war eine ganz neue Welt für mich.“
Der Wettkampfinstinkt ist immer noch da, wie sie bei den Weltmeisterschaften, an denen sie gerade teilgenommen hat, feststellen musste.
„Bei der Weltmeisterschaft bekam ich 15 Sekunden extra. Das kommt häufig vor, aber ich war total verärgert über mich selbst.“ lacht sie.
Ihr nächster Wettkampf findet im September in Oslo statt.
„Ich möchte mich verbessern und persönliche Bestleistungen erzielen, deshalb trainiere ich natürlich auch dafür. Aber es ist nicht mein Lebensinhalt, besser zu werden. Es ist eher ein Bonus.“ sagt sie.
Am wichtigsten sind ihre medizinischen Studien. Ihre Zeit als eine der weltbesten Langläuferinnen gehört nun der Vergangenheit an.
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