Höhentraining und Freundschaft: Anne Kjersti Kalvå peilt WM-Gold an
Die norwegische Langläuferin Anne Kjersti Kalvå peilt 2025 den Gewinn der Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften vor heimischem Publikum an. Zu ihren strategischen Vorteilen zählen ein rigoroses Höhentrainingsprogramm und die enge Zusammenarbeit mit ihren Freundinnen Tiril und Lotta Udnes Weng.
Training und Freundschaft: Die Erfolgsformel
Nach einem einwöchigen Treffen mit ihren Nationalmannschaftskolleginnen in Oslo und Fredrikstad ist Kalvå nach Trondheim zurückgekehrt, wo sie mit mehreren Spitzensportlerinnen trainiert. Die Zwillinge Tiril und Lotta Udnes Weng sind dabei zu ihren engsten Trainingspartnerinnen geworden. Ihre Freundschaft und der kooperative Trainingsansatz haben sich für Kalvås Entwicklung zum aufstrebenden Star als unschätzbar wertvoll erwiesen.
Anne Kjersti Kalvå würdigt die Bedeutung dieser Bindung und erklärt:
„Es ist sehr wichtig. Wir sind gerade von einer langen gemeinsamen Reise zurückgekommen. Wir trainieren gut und helfen uns gegenseitig sehr“, sagt sie.
Abgestimmte Trainingspläne und ambitionierte Höhenflüge
Kalvå verrät, dass sie und ihre Freundinnen ihre Trainingspläne synchronisieren, obwohl sie unterschiedliche „gute Trainingseinheiten“ haben. Da sie viel Zeit miteinander verbringen, sowohl auf als auch neben dem Trainingsplatz, sind sie sich des Risikos bewusst, der Gesellschaft der anderen überdrüssig zu werden, doch ihre enge Freundschaft hält an.
„Ich war diese Woche jeden Tag mit Tiril und Lotta zusammen. Wir sind sehr gute Freundinnen, die sich gegenseitig enorm helfen und unterstützen“, sagt sie.
Darüber hinaus betont Kalvå die Bedeutung des Höhentrainings in ihrer Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften Anfang 2025. Obwohl die Wirksamkeit des Höhentrainings in der Langlaufgemeinschaft diskutiert wird, berichtet Kalvå positiv über ihre Erfahrungen auf 1.800 Metern Höhe in Italien.
„Ich plane, vor Saisonbeginn drei Höhentrainingslager zu absolvieren. Eins davon werde ich diesen Sommer alleine machen, gefolgt von zwei weiteren mit der Nationalmannschaft im Herbst. Jedes Lager wird etwa drei Wochen dauern“, verrät sie.
Kalvås Reaktion auf das Höhentraining ist durchweg positiv. Sie ist der Ansicht, dass es ihre Leistung steigert und ihre Kapazität erhöht. Darüber hinaus tragen die in der Höhe erforderliche Sorgfalt und Konzentration zu ihrem Erfolg bei.
„Jedes Mal, wenn ich in der Höhe bin, lege ich eine Schippe drauf. Das wirkt sich positiv auf meine Leistungsfähigkeit aus. Ich glaube aber auch, dass noch ein weiterer Faktor eine positive Rolle spielt. Wir gehen in der Höhe bei allem, was wir tun, vorsichtig vor und achten darauf, die Vorteile zu nutzen. Das dürfte auch eine wichtige Rolle spielen“, sagt sie.
Die Ambitionen eines Champions
Wenn Kalvå auf ihre Erfolge in der vergangenen Saison zurückblickt, zu denen der Gewinn ihres ersten Weltcup-Rennens und der Gewinn von drei WM-Medaillen gehörten, bezeichnet sie den Staffel-Goldgewinn unmissverständlich als das bedeutendste und unvergesslichste Erlebnis ihrer Karriere.
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„Die Goldmedaille in der Staffel bedeutete mir ganz klar am meisten. Es war der coolste Tag meines Lebens. Wir vier hatten Vertrauen und konnten es schaffen. Es war einfach großartig“, erinnert sie sich begeistert.

Mit Blick auf die Weltmeisterschaften in TrondheimKalvå prognostiziert, dass die schwedischen Skifahrerinnen, insbesondere Ebba und Frida, starke Konkurrentinnen sein werden. Sie erwartet zudem das Aufkommen talentierter deutscher Skifahrerinnen und das mögliche Auftreten neuer Anwärterinnen im Vorfeld des Wettkampfs.
Zuhause fühlt sich Kalvå außerordentlich motiviert und freut sich darauf, bei den Weltmeisterschaften auf heimischem Boden um Gold zu kämpfen.
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