Der WM-Star legt noch eine Schippe drauf: Plant 120 Tage in der Höhe

Weltmeisterschaften
Die norwegische Langläuferin Anne Kjersti Kalvå spricht über das Höhentrainingsprojekt, das zum Gewinn der Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Norwegen führte, und über Johaugs Comeback im Jahr 2025.

Die norwegische Langläuferin Anne Kjersti Kalvå spricht über das Höhentrainingsprojekt, das zum Gewinn der Goldmedaille bei den Weltmeisterschaften in Norwegen führte, und über Johaugs Comeback im Jahr 2025.

Anne Kjersti Kalvå feierte im vergangenen Winter ihren Durchbruch, als sie bei den Weltmeisterschaften 2023 in Planica drei Medaillen gewann: Gold in der Staffel, Silber im Teamsprint und im 30-km-Rennen. Sie beendete die Saison mit ihrem ersten Einzelweltcupsieg im 20-km-Rennen in Lahti, dem letzten Weltcuprennen der Saison – einer von vier Einzelpodestplätzen im Weltcup. 

Relevante Artikeln: Anne Kjersti Kalvå gewinnt das 20-km-Massenstartrennen beim Weltcup in Lahti.

Kalvås großes Ziel sind nun die Weltmeisterschaften 2025 im norwegischen Trondheim, und sie legt die Messlatte dieses Jahr noch höher. Die Weltmeisterschaften finden in Granåsen statt, quasi vor ihrer Haustür. 

„Ich habe jetzt höhere Erwartungen an mich selbst“, sagt die 32-Jährige, die überzeugt ist, sich noch verbessern zu können. 

Lesen Sie mehr: Höhentraining und Freundschaft – Anne Kjersti Kalvå peilt WM-Gold an.

Mehr Trainingsstunden und mehr Höhentraining

Mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft im eigenen Land als Hauptziel hat Kalvå in ihrem Training mehrere Schritte unternommen. 

Im Vorfeld der Weltmeisterschaften in knapp anderthalb Jahren wird sie ihr Trainingspensum erhöhen, insbesondere die Trainingsstunden in der Höhe. Sowohl in dieser Saison als auch in der WM-Vorbereitung plant sie, bis zu 120 Tage in der Höhe zu verbringen. 

Zum Vergleich: Petter Northug verbrachte auf dem Höhepunkt seiner Weltcup-Karriere rund 100 bis 115 Tage in der Höhe. 

„Ich reagiere sehr gut auf Höhentraining“, erzählt Kalvå. Fondo Italia

Aus diesem Grund führt sie zusätzlich zu den vom norwegischen Nationalteam organisierten Höhentrainingseinheiten auch eigene Höhentrainings durch. 

Für Kalvå ist es nicht nur die physiologische Reaktion auf das Höhentraining, sondern das gesamte Höhentrainingserlebnis, das den größten Trainingsnutzen bietet.

„Ich trainiere sehr gut, wenn ich in der Höhe bin. Ich bin sehr vorsichtig und mache alles richtig; ich trainiere, schlafe und ernähre mich einige Wochen lang. Und ich bin sicher, dass das entscheidend für meine Leistungen in den letzten beiden Saisons war“, sagt sie. 

Der Artikel wird im Folgenden fortgesetzt.

Anne Kjersti Kalvå und die übrigen Athletinnen der norwegischen Frauen-Nationalmannschaft begannen die Saisonvorbereitung mit einem Trainingslager in Sognefjellet, etwas über 1400 Meter über dem Meeresspiegel.

Die Trainer spielen eine entscheidende Rolle

Gleichzeitig hebt Kalvå jedoch schnell die Aufgabe der Trainer hervor, die Skifahrer zu motivieren und zu inspirieren, in guten wie in schlechten Zeiten ihr Bestes zu geben. 

„Manchmal bedeutet das, die Grenzen etwas zu weit auszureizen, so wie ich es dieses Jahr in Toppidrettsveka getan habe. Aber sie helfen uns sehr gut dabei, wieder in die Spur zu finden. Sie kümmern sich um uns, und die Kommunikation mit ihnen hat mir und den anderen Mädchen im Team sehr geholfen“, sagt sie. 

Der Artikel wird im Folgenden fortgesetzt.

Anne Kjersti Kalvå nach dem Skiathlon am Toppidrettsveka in Granåsen. Ihre Form und ihr Gefühl waren alles andere als erstklassig. Foto: Ingeborg Scheve/Langrenn.com

Was sind Ihre Ziele und Ambitionen für die kommende Saison? 

„Ich habe jetzt höhere Erwartungen an mich selbst, genau wie die Medien und mein Umfeld. Mein Ziel für diese Saison ist es, viele Rennen zu fahren, und vielleicht kann ich ja ganz vorne mitkämpfen und den Gesamtsieg holen. Aber mein Hauptziel für diese Saison ist es, konstant gute Leistungen zu bringen, körperlich fit zu bleiben und gesund zu sein. Ich hoffe aber, ganz vorne mit dabei zu sein und um Podiumsplätze zu kämpfen“, sagt sie. Langrenn.com

Was bedeutet Trondheim 2025 für Sie? 

„Es bedeutet mir alles. Es ist meine Heimat, ich lebe dort. Seit ich gehört habe, dass Trondheim die Weltmeisterschaften 2025 ausrichtet, träume ich davon. Jetzt bin ich in meiner Blütezeit und in der besten Form meines Lebens. Deshalb kann ich dort um Medaillen kämpfen. Und ich bin extrem motiviert, dort eine Weltmeisterschaftsgoldmedaille zu gewinnen. Ich werde dafür so gut wie möglich trainieren und mich vorbereiten.“ 

Glauben Sie, dass Therese Johaug bei den Weltmeisterschaften 2025 zurückkehren wird? 

„Wenn sie will, wird sie es tun. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich habe das Gefühl, sie möchte sich auf ihr Familienleben konzentrieren. Aber wenn sie hingeht, wird es ihr gut gehen.“ 

Lotta Udnes Weng, Anne Kjersti Kalvå und Tiril Udnes Weng verbringen gerne Zeit miteinander, sowohl beim Training als auch in ihrer Freizeit. Die Zwillinge sind nun im Vorfeld der Weltmeisterschaften 2025 nach Trondheim gezogen.
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